Shishido, Mari (InX)
| Charakterinfo | |
|---|---|
| Name | Mari Shishido |
| Spezies | Argone |
| Herkunft | Argon Prime |
| Rang/Beruf | früher: Argnu Rancherin aktuell: CEO der Exo-Harvest Corporation |
| Geburtstag | |
| Blutfarbe | rot |
| Geschlecht | weiblich |
| Haarfarbe | schwarz |
| Augenfarbe | braun |
| Hautfarbe | gelb |
| Gewicht | 50 kg |
| Größe | 160 cm |
| Familienstand | Bruder: Kuran Shishido Ehemann: Martin Van Count |
| Status | lebend |
Mari Shishido ist eine Argonin und ehemalige Besitzerin eines Argnu-Zuchtbetriebs auf Argon Prime. Nach der wirtschaftlichen Krise ihres Familienbetriebs und den daraus resultierenden rechtlichen Problemen wurde der Betrieb saniert. Später übernahm Mari eine führende Position bei der Exo-Harvest Corporation und wurde gemeinsam mit ihrem Ehemann Martin Van Count maßgeblich am Wiederaufbau der biologischen und landwirtschaftlichen Grundlagen von Presidents End beteiligt.
Familie und Herkunft
Mari stammt aus einer Familie, die seit mehreren Generationen Argnus züchtete. Bereits ihre Großeltern betrieben die Landwirtschaft. Ihre Eltern führten den Betrieb weiter und vermittelten Mari früh die Grundlagen der Tierhaltung. Mari beschreibt ihre eigentliche Ausbildung deshalb nicht als Studium an einer Hochschule, sondern als praktische Ausbildung auf der Ranch ihrer Eltern. Dort lernte sie, dass eine Herde nicht lediglich aus Produktionszahlen besteht, sondern aus einzelnen Tieren mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Gesundheitszuständen, Verhaltensweisen und genetischen Eigenschaften. Ihr älterer Bruder Kuran Shishido war ursprünglich als Nachfolger für den Familienbetrieb vorgesehen. Die Erwartungen der Familie belasteten ihn jedoch zunehmend. Nach dem Tod ihrer Eltern verschwand Kuran und nahm das Familienvermögen an sich. Mari blieb daraufhin mit dem landwirtschaftlichen Betrieb und dessen finanziellen Verpflichtungen zurück.
Wirtschaftliche Krise
Nach dem Tod ihrer Eltern verfügte Mari nicht über ausreichendes Kapital, um den Betrieb dauerhaft weiterzuführen. Banken gewährten ihr Kredite unter schwierigen Bedingungen, während private Investoren sich zurückzogen, nachdem sie ihre mangelnde Erfahrung erkannt hatten. Um den Betrieb kurzfristig zu stabilisieren, begann Mari, Argnus zu verkaufen. Zunächst handelte es sich um einzelne Tiere, später um größere Teile der Herde. Die dadurch sinkende Produktionskapazität verschärfte jedoch ihre finanzielle Situation. Mari reduzierte außerdem die Produktion, um die Qualität zu erhalten und Kosten zu senken. Unter anderem mussten Mitarbeiter entlassen werden. Gleichzeitig liefen Energie-, Wartungs- und Kreditkosten weiter. Um gegenüber Investoren und Kontrolleuren den Eindruck eines stabilen Betriebs aufrechtzuerhalten, setzte Mari Hologramme ein, die virtuelle Argnu-Bestände darstellten. Außerdem manipulierte sie Prognosen und deklarierte geplante Zukäufe als vorhandene Reserven. Sie erschlich sich dabei keine staatlichen Subventionen und verstieß nach eigener Aussage nicht gegen Umweltvorschriften. Ihre Handlungen waren dennoch juristisch problematisch, da sie durch falsche Darstellungen Zeit gewinnen wollte.
Begegnung mit Tori Grau
Tori Grau lernte Mari während eines Besuchs auf Argon Prime kennen. Gemeinsam mit Gal Connar und Florian Van Count untersuchte er die wirtschaftliche Situation ihres Argnu-Betriebs. Mari versuchte zunächst, den tatsächlichen Zustand des Betriebs zu verbergen. Nachdem ihre Täuschung aufgedeckt worden war, brach ihre bisher aufrechterhaltene Fassade zusammen. Sie offenbarte Tori und den anderen die tatsächliche Situation und erklärte, dass sie nicht aus Gier gehandelt habe. Sie habe vielmehr verhindern wollen, das Erbe ihrer Eltern vollständig zu verlieren. Tori bot ihr anschließend langfristige Abnahmeverträge für Argnu-Fleisch an. Gleichzeitig entwickelte er gemeinsam mit Florian Van Count Möglichkeiten zur Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion. Dazu gehörten unter anderem delexianischer Weizen, Algen und Plankton.
Sanierung des Betriebs
Tori vermittelte Selenir Nimrodel als Rechtsbeistand für Mari. Gemeinsam mit Florian Van Count und weiteren Beteiligten wurde ein Sanierungskonzept entwickelt. Vorgesehen waren unter anderem transparente Geschäftsbücher, eine externe Prüfung, eine Neuverhandlung der Schulden und eine zeitweise Kooperation mit umliegenden Farmern. Mari erklärte sich bereit, ihre Geschäftszahlen und tatsächlichen Bestände vollständig offenzulegen und einen Teil der Kontrolle über den Betrieb abzugeben. Nopireos unterstützte Mari später bei der wirtschaftlichen Stabilisierung des Betriebs. Unter seiner Anleitung verbesserte sie die Effizienz der Argnu-Zucht und arbeitete daran, die Produktion wieder zu steigern.
Rechtliche Folgen
Mari wurde wegen ihrer wirtschaftlichen Manipulationen rechtlich belangt. Sie wurde schuldig gesprochen, musste jedoch keine Gefängnisstrafe antreten. Die Behörden ermöglichten stattdessen eine Ratenzahlung der gegen sie verhängten finanziellen Verpflichtungen. Die Sanierung des Betriebs verlief erfolgreich. Die umliegenden Farmer, Rancher und Fischer erhielten wieder wirtschaftliche Perspektiven.
Ehe mit Martin Van Count
Während der Sanierung kehrte Martin Van Count, ein Sohn von Florian Van Count, zum Familienbetrieb zurück. Martin war bereits als Jugendlicher mit Mari bekannt. Florian erinnerte sich daran, dass er die beiden als Teenager einmal gemeinsam in einer Scheune erwischt hatte. Martin arbeitete anschließend gemeinsam mit Mari am Wiederaufbau des Betriebs. Die beiden heirateten schließlich. Martin konzentrierte sich später insbesondere auf den landwirtschaftlichen Bereich und den Anbau von delexianischem Weizen, während Mari ihren Schwerpunkt bei Tierhaltung, Zucht und biologischen Systemen behielt.
Entwicklung zur Leiterin der Exo-Harvest Corporation
Mari lehnte zunächst eine Aufgabe innerhalb des Konsortiums der Universal Nourishment Organization ab und wollte ihren Argnu-Zuchtbetrieb nicht aufgeben. Später übernahm sie jedoch die Leitung der Exo-Harvest Corporation. Ihre praktische Erfahrung aus der Landwirtschaft wurde zu einem wesentlichen Bestandteil ihrer Arbeitsweise. Sie betrachtet biologische Systeme nicht primär als Produktionsanlagen, sondern als miteinander verbundene Kreisläufe. Bei Entscheidungen berücksichtigt sie deshalb neben dem wirtschaftlichen Nutzen auch Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen, genetische Vielfalt und langfristige Stabilität.
Arbeitsweise
Mari betrachtet Tiere nicht als reine Produktionsmittel. Bei der Zucht berücksichtigt sie unter anderem Gesundheit, Verhalten, Anpassungsfähigkeit, genetische Stabilität und Fortpflanzung. Sie lehnt eine Landwirtschaft ab, die ausschließlich auf maximalen kurzfristigen Ertrag ausgerichtet ist. Nach ihrer Auffassung kann ein System gerade durch genetische und biologische Vielfalt stabil bleiben. Diese Haltung überträgt sie auch auf die Kultivierungsanlagen der Exo-Harvest Corporation. Sie unterstützt sowohl kurzfristig ertragreiche Kulturen zur Sicherung der Versorgung als auch langfristige Programme zur Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme. Sie lehnt insbesondere eine vollständige Abhängigkeit von wenigen hochoptimierten Arten ab. Eine solche Landwirtschaft könne zwar effizient sein, werde aber anfällig, sobald eine Krankheit, Umweltveränderung oder andere Störung eine zentrale genetische Linie treffe.
Exo-Harvest Corporation
Unter Maris Leitung entwickelt sich die Exo-Harvest Corporation von einem reinen Lieferanten landwirtschaftlicher Rohstoffe zu einem umfassenden biologischen Wiederaufbauprogramm. Die Anlagen umfassen unter anderem Pflanzenkulturen, Tierbestände, biologische Forschungsbereiche, Wasser- und Nährstoffkreisläufe sowie genetische Archive. Besondere Bedeutung besitzt die Erhaltung genetischer Vielfalt. Im biologischen Langzeitarchiv werden unter anderem Samen, Sporen, Gewebeproben, DNA, befruchtete Eizellen, Embryonen, Pollen und Mikroorganismen konserviert. Mari betrachtet diese Bestände nicht lediglich als Ressourcen. Sie bezeichnet sie als Möglichkeiten für die Zukunft. Ihr Ziel ist es, den Verlust von Arten und genetischer Vielfalt zu verhindern, bevor eine spätere Wiederherstellung unmöglich wird.
Wiederaufbau von Presidents End
Mari beteiligt sich mit der Exo-Harvest Corporation am Wiederaufbau von Presidents End. Dabei liegt ihr Schwerpunkt insbesondere auf Trantor. Die EHC untersucht Böden, Wasser, Pflanzen- und Tierbestände und entwickelt langfristige Programme zur Wiederherstellung beschädigter Ökosysteme. Mari lehnt großflächige Monokulturen ab. Stattdessen werden unterschiedliche Pflanzenpopulationen aufgebaut, geeignete Tierarten wieder angesiedelt und genetische Vielfalt erhalten. Die Kultivierungsanlagen der EHC dienen dabei nicht dazu, Trantor dauerhaft durch künstliche Lebensräume zu ersetzen. Sie sollen vielmehr eine biologische Grundlage schaffen, mit deren Hilfe der Planet langfristig wieder selbstständig für seine Bevölkerung sorgen kann.
Ökologische Arbeit
Mari besitzt ein ausgeprägtes Verständnis für die Wechselwirkungen innerhalb von Ökosystemen. Bei Schäden betrachtet sie deshalb nicht nur sichtbare Zerstörungen. Nach einem Einschlag auf Trantor untersucht sie beispielsweise die Auswirkungen auf Bodenmikroorganismen, Pilznetzwerke, Bodenbakterien, Wirbellose, Pflanzen und Wasserorganismen. Sie weist darauf hin, dass ein Wald nicht lediglich aus Bäumen besteht und ein gesunder Boden nicht nur aus Erde. Für sie bestehen Ökosysteme aus Beziehungen zwischen zahlreichen voneinander abhängigen Lebensformen. Bei der Renaturierung arbeitet sie daher mit der Enviroment Regeneration Agency zusammen.
Verhältnis zu Tori Grau
Das Verhältnis zwischen Mari und Tori Grau entwickelt sich von einer schwierigen ersten Begegnung zu einem engen und vertrauensvollen Arbeitsverhältnis. Tori unterstützt Mari während ihrer wirtschaftlichen Krise und trägt wesentlich dazu bei, dass ihr Betrieb erhalten bleibt. Mari erkennt seine Hilfe später ausdrücklich an. Nach ihrer wirtschaftlichen und persönlichen Stabilisierung bezeichnet sie Tori und Misora Hoshino scherzhaft als ihren "Retter in der Not".
Persönlichkeit
Mari ist eine praktisch orientierte und verantwortungsbewusste Frau. Die Erfahrungen mit dem Zusammenbruch ihres Familienbetriebs haben sie nachhaltig geprägt. Während ihrer wirtschaftlichen Krise zeigt sie zunächst eine starke Tendenz, Probleme allein lösen zu wollen. Aus Angst, das Erbe ihrer Eltern zu verlieren, versucht sie, die tatsächliche Situation vor anderen zu verbergen. Dadurch verschärft sie ihre eigenen Probleme. Nach der Offenlegung ihrer Situation entwickelt sie sich zu einer deutlich selbstbewussteren und kooperativeren Führungspersönlichkeit. Als Leiterin der Exo-Harvest Corporation hört sie ihren Mitarbeitern aufmerksam zu, stellt gezielte Fragen und trifft Entscheidungen nicht vorschnell. Sie führt eher durch fachliche Kompetenz und Überzeugung als durch autoritäres Auftreten. Ihre besondere Stärke liegt in der Verbindung von praktischer Erfahrung und langfristigem Denken. Wirtschaftliche Effizienz ist für sie wichtig, darf aber nicht auf Kosten biologischer Stabilität gehen.
Aussehen
- Während ihrer wirtschaftlichen Krise war Mari aufgrund von Mangelernährung körperlich stark geschwächt. Ihre Wangen waren eingefallen, ihre Schlüsselbeine deutlich sichtbar und ihre Finger dünn und zittrig.
- Um ihren körperlichen Zustand gegenüber anderen zu verbergen, verwendete sie ein Hologerät, das ihr Aussehen veränderte.
- Nach der Stabilisierung ihres Lebens und ihrer wirtschaftlichen Situation ist sie wieder körperlich deutlich gesünder.
- Während ihrer Tätigkeit bei der Exo-Harvest Corporation trägt sie bei Außeneinsätzen unter anderem einen hellgrünen Schutzanzug. Ihre langen Haare bindet sie bei der Arbeit zusammen.
Trivia & Varia
- Der Vorname Mari bedeutet: "Jasmin, Wahrheit"
- Der Familienname Shishido bedeutet: "Fleisch, Tür, Tor"