Ghok (InX)

Das Ghok ist ein großes, gepanzertes Raubtier von Nif'Nakh. Die Tiere gehören zur gefährlichen Fauna des Planeten und sind für ihre enorme Körperkraft, ihre Widerstandsfähigkeit und ihr aggressives Verhalten bekannt. Ghok durchlaufen einen vergleichsweise kurzen Lebenszyklus. Sie leben meist nur wenige Jazuras und erreichen bereits innerhalb dieser Zeit eine erhebliche Körpergröße. Ältere Tiere ziehen sich zum Ende ihres natürlichen Lebens in Höhlen und unterirdische Bereiche zurück.
Körperbau
Das Ghok besitzt einen langgestreckten, annähernd sichelförmigen Körper mit einem besonders massiven Hintersegment. Der Körper ist von einer stark ausgeprägten Panzerung bedeckt. Die einzelnen Panzersegmente gehen teilweise ineinander über und bilden eine unregelmäßige, stachelige Oberfläche. Ein ausgewachsenes Ghok kann ungefähr die Größe eines terranischen Nutztieres oder darüber erreichen. Aufgrund seiner massiven Muskulatur und seines Körpergewichts besitzt es eine enorme physische Kraft. Das Tier verfügt über zwölf Beine, die seitlich und gestaffelt am Körper angeordnet sind. Die Beine besitzen eine kräftige, krebsartige Struktur und ermöglichen sowohl eine stabile Fortbewegung als auch eine hohe Geschwindigkeit. Am vorderen Körperbereich befinden sich zwei große Scheren. Sie dienen zum Greifen, Fixieren und Zerdrücken von Beute oder anderen Objekten.
Kopf und Sinnesorgane
Das Ghok besitzt sechs Augen, jeweils drei auf jeder Seite des Kopfbereichs. Die Augen können sich unabhängig voneinander bewegen und unterschiedliche Bereiche der Umgebung gleichzeitig erfassen. Eine eindeutig erkennbare Nase oder äußere Ohren sind nicht vorhanden. Auf welche Weise das Ghok Gerüche, Schall oder andere Umweltreize wahrnimmt, ist nicht vollständig bekannt. Das Maul besitzt mehrere Reihen scharfer Zähne. Die Zahnreihen können sich gegeneinander verschieben und sind dadurch offenbar an die mechanische Verarbeitung unterschiedlicher Beute angepasst.
Körperbedeckung
Die Panzerung des Ghok besteht aus mehreren organisch gewachsenen Segmenten. Die Oberfläche ist nicht gleichmäßig gefärbt. Graue Grundtöne werden von grünen, roten und erdigen braunen Bereichen durchbrochen. Die Struktur der Panzerung besitzt zahlreiche stachelartige Erhebungen. Diese dienen zumindest teilweise dem körperlichen Schutz. Die Panzerplatten sind biologisch gewachsen und können nach dem Tod des Tieres weiterverarbeitet werden. Aus dem Panzer eines Ghok kann unter anderem eine tragbare Schutzrüstung hergestellt werden.
Blut und Körperflüssigkeiten
Das Blut des Ghok ist dunkelgrün und weist eine hohe Viskosität auf. Das Tier produziert außerdem eine stark ätzende Flüssigkeit im Bereich des Mauls. Der säurehaltige Speichel beginnt bei Kontakt mit organischem Material unmittelbar chemisch zu reagieren. Er kann dadurch Gewebe und andere Materialien zersetzen. Rückstände dieser Flüssigkeit können auf dem Boden sichtbare Reaktionen verursachen und organisches Material auflösen.
Ernährung
Ghok ernähren sich von anderen Lebewesen. Beobachtet wurde unter anderem, wie ein ausgewachsenes Tier zahlreiche Drachenfliegen erbeutete und unmittelbar verschlang. Beute wird sowohl mit dem Maul als auch mit den vorderen Scheren erfasst und verarbeitet. Das Ghok kann größere Mengen Nahrung innerhalb kurzer Zeit aufnehmen. Die Ernährungsweise ist eng mit dem ausgeprägten Jagd- und Kampfverhalten der Tiere verbunden.
Verhalten
Ghok reagieren stark auf Bewegungen und andere Reize in ihrer Umgebung. Ein ausgewachsenes Tier kann Beute über große Entfernungen verfolgen und sich dabei mit erheblicher Kraft durch dichtes Gelände bewegen. Bei der Jagd zeigt ein Ghok ein ausgeprägt zielgerichtetes Verhalten. Hindernisse werden nicht unbedingt umgangen. Das Tier kann stattdessen Vegetation und kleinere Hindernisse durch seine Körpermasse zerstören. Ghok können andere Exemplare angreifen. Bei jungen Tieren wurden heftige Auseinandersetzungen beobachtet, bei denen sie sich gegenseitig mit Körper, Gliedmaßen und Mundwerkzeugen bekämpften. Die Tiere gelten bei den Split als Kreaturen des Kampfes.
Lebenszyklus
Ghok wachsen schnell und besitzen eine kurze natürliche Lebensspanne. Nach Angaben der Split werden sie gewöhnlich nur wenige Jazuras alt. Junge Ghok sind deutlich kleiner als ausgewachsene Exemplare. Beobachtete Jungtiere erreichten ungefähr die halbe Körperhöhe eines Menschen. Mit zunehmendem Alter verändern die Tiere ihr Verhalten. Alte Ghok ziehen sich überwiegend in Höhlen und unterirdische Bereiche zurück. Dort verbringen sie die letzte Phase ihres Lebens, bevor sie eines natürlichen Todes sterben. Ein außergewöhnlich altes Ghok kann trotz seines hohen Alters weiterhin eine erhebliche körperliche Gefahr darstellen.
Alter und Größe
Die Größe eines Ghok steht in deutlichem Zusammenhang mit seinem Lebensalter. Junge Tiere sind vergleichsweise klein, während ausgewachsene Exemplare eine enorme Körpermasse entwickeln. Alte Tiere können eine Größe erreichen, die selbst für erfahrene Split-Krieger eine erhebliche Gefahr darstellt. Ein ausgewachsenes und besonders altes Exemplar kann nur mit erheblichem körperlichem Einsatz überwältigt werden.
Lebensraum
Ghok kommen auf Nif'Nakh insbesondere in den dicht bewachsenen Regionen außerhalb der Siedlungsgebiete vor. Der Dschungel des Planeten bietet ihnen geeignete Lebensbedingungen. Dort bewegen sie sich auch durch dichtes Unterholz, wobei ihre enorme Körperkraft es ihnen ermöglicht, selbst größere Pflanzen und Äste zu durchbrechen. Alte Ghok halten sich überwiegend in Höhlen und unterirdischen Bereichen auf.
Nutzung
Die Körper von Ghok können nach ihrem Tod vollständig verwertet werden. Die Split zerlegen die Tiere systematisch und gewinnen unter anderem Panzerplatten, Scheren und weitere biologische Materialien. Aus der Panzerung eines Ghok kann eine widerstandsfähige Schutzrüstung hergestellt werden. Eine solche Rüstung besteht aus biologisch gewachsenen Platten, die zu einer tragbaren Konstruktion verarbeitet werden können.
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Ghok Rüstung
Gefahr für andere Lebewesen
Ein ausgewachsenes Ghok stellt aufgrund seiner Körpermasse, seiner Panzerung, seiner Scheren, seines Gebisses und seines säurehaltigen Speichels eine erhebliche Gefahr dar. Seine Kombination aus zwölf Beinen, hoher Kraft und massiver Panzerung macht es besonders widerstandsfähig. Die Tiere können sich trotz ihrer Größe schnell genug bewegen, um auch flüchtende Beute einzuholen. Ein altes Ghok kann selbst für kampferfahrene Split eine außergewöhnliche Bedrohung darstellen.