Transorbitale Beschleuniger (InX)

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Ein transorbitaler Beschleuniger ist eine technische Verkehrsinfrastruktur zur schnellen Überwindung großer Entfernungen innerhalb eines Sonnensystems. Die Anlagen verbinden festgelegte Punkte miteinander und ermöglichen Raumfahrzeugen eine Reise mit Geschwindigkeiten, die auf gewöhnlichen Flugrouten nicht erreichbar wären. Transorbitale Beschleuniger sind keine Sprungtore und ermöglichen keine Reise zwischen verschiedenen Sternensystemen. Ihre Funktion ist auf die schnelle Fortbewegung innerhalb eines einzelnen Systems beschränkt.

Funktionsweise

Ein transorbitaler Beschleuniger erzeugt zwischen definierten Punkten ein stark verdichtetes Gravitations- und Quantenfeld. Dadurch entsteht ein röhrenartiger künstlicher Kanal durch den Weltraum. Ein Schiff tritt an einem festgelegten Zugangspunkt in diesen Kanal ein und wird durch das erzeugte Feld stark beschleunigt. Die Beschleunigung erfolgt nicht ausschließlich durch die Triebwerke des Schiffes, sondern wird durch das künstliche Feld erzeugt. Auf diese Weise können Raumfahrzeuge einen Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit erreichen. Die durch die hohe Geschwindigkeit entstehenden Trägheitskräfte werden dabei durch die Eigenschaften des erzeugten Feldes so weit reduziert, dass weder die Besatzung noch die Struktur des Schiffes den Beschleunigungsvorgang in normaler Weise erfahren. Am vorgesehenen Zielpunkt wird das Schiff aus dem Beschleunigungskanal herausgeführt und wieder auf eine für den normalen Raumflug geeignete Geschwindigkeit gebracht.

Verkehrsführung

Transorbitale Beschleuniger funktionieren nur zwischen zuvor definierten Punkten. Eine Beschleunigerstrecke stellt daher keine frei steuerbare Flugroute dar, sondern eine festgelegte Verbindung innerhalb eines Systems. Während der Nutzung ist eine eigenständige Kursänderung nicht vorgesehen. Das Schiff folgt dem vorgegebenen Kanal und kann erst nach dem Verlassen der Beschleunigerstrecke wieder vollständig für den normalen Flugverkehr manövrieren. Die genaue Ausrichtung und Berechnung der Strecken ist deshalb von besonderer Bedeutung. Ein Beschleuniger muss so angelegt werden, dass der erzeugte Kanal sicher zwischen Start- und Zielpunkt verläuft und andere Raumfahrzeuge nicht gefährdet.

Sicherheit

Die hohen Geschwindigkeiten machen den Bereich zwischen den definierten Zugangspunkten zu einer Gefahrenzone. Raumfahrzeuge, die eine Beschleunigerstrecke außerhalb der vorgesehenen Zugangspunkte kreuzen, können durch den beschleunigten Verkehr gefährdet werden. Die Nutzung eines Beschleunigers setzt deshalb eine kontrollierte Verkehrsführung voraus. Die Routen werden entsprechend geplant und überwacht. Während des eigentlichen Beschleunigungsvorgangs sind die normalen Steuerungsmöglichkeiten des Schiffes eingeschränkt beziehungsweise blockiert. Dies verhindert, dass ein unbeabsichtigtes Manöver das Schiff aus dem vorgesehenen Kanal bringt.

Einsatzgebiet

Transorbitale Beschleuniger werden eingesetzt, um große Entfernungen innerhalb eines Sonnensystems in wesentlich kürzerer Zeit zurückzulegen. Sie eignen sich insbesondere für:

  • den Personenverkehr zwischen weit voneinander entfernten Planeten und Monden
  • den Transport von Gütern
  • militärische Verbindungen
  • die Versorgung entfernter Raumstationen
  • den schnellen Verkehr zwischen wichtigen Wirtschaftszentren
  • die Verbindung weit auseinanderliegender Bereiche eines Sonnensystems

Ein ausgebautes Netz kann dadurch die einzelnen Regionen eines Sonnensystems verkehrstechnisch eng miteinander verbinden.

Verhältnis zu anderen Verkehrssystemen

Transorbitale Beschleuniger ergänzen andere Formen der Raumfahrt. Sprungtore ermöglichen die Überwindung interstellarer Entfernungen und verbinden unterschiedliche Sonnensysteme. Transorbitale Beschleuniger übernehmen dagegen den schnellen Transport innerhalb eines einzelnen Systems. Sie ersetzen daher weder Sprungtore noch gewöhnliche Raumfahrzeuge. Ein Schiff kann beispielsweise zunächst durch ein Sprungtor in ein Sonnensystem gelangen und anschließend einen transorbitalen Beschleuniger benutzen, um innerhalb dieses Systems einen weit entfernten Zielort zu erreichen.

Technische Bedeutung

Ein Netz aus transorbitalen Beschleunigern kann die wirtschaftliche und infrastrukturelle Struktur eines gesamten Sonnensystems erheblich verändern. Die Verkürzung der Reisezeiten ermöglicht einen wesentlich schnelleren Austausch von Waren, Personen und Informationen. Produktionsstandorte, Raumhäfen, Handelszentren und Siedlungen können dadurch enger miteinander verbunden werden. Für Organisationen mit weitreichenden Lieferketten ist die Technologie besonders bedeutend. Kurze Transportzeiten erleichtern die Versorgung entfernter Standorte und reduzieren den Zeitaufwand für den interplanetaren Güterverkehr.

Herkunft der Technologie

Die Technologie der transorbitalen Beschleuniger wurde ursprünglich von den Terranern entwickelt. Ihre Entwicklung steht im Zusammenhang mit der Notwendigkeit, große Entfernungen innerhalb des Sol-Systems schnell zu überwinden. Nach der Isolation der Terraner vom bestehenden Sprungtornetzwerk war eine leistungsfähige Möglichkeit erforderlich, die Entfernungen innerhalb des eigenen Systems zu verkürzen. Später wurde die Technologie auch außerhalb des terranischen Machtbereichs übernommen. Die Aldrianer verfügen über entsprechende Technologie und gaben sie unter bestimmten politischen und technologischen Bedingungen an andere Völker weiter. Auch die Argonen haben begonnen, transorbitale Beschleuniger einzusetzen und entsprechende Strecken in ihren eigenen Systemen zu errichten. Die Technologie ist damit nicht auf eine einzelne Zivilisation beschränkt, ihre ursprüngliche Entwicklung liegt jedoch bei den Terranern.

Verbreitung

Transorbitale Beschleuniger befinden sich nicht in jedem Sonnensystem. Ihr Bau erfordert erhebliche Mengen an Material und Energie sowie eine entsprechend ausgebaute Infrastruktur. Für den Aufbau eines vollständigen Netzes müssen geeignete Start- und Zielpunkte festgelegt, die Verkehrswege geplant und die erforderlichen Anlagen errichtet werden. Auch Sicherheits- und Versorgungssysteme müssen an die neue Verkehrsinfrastruktur angepasst werden. Die Errichtung erfolgt daher schrittweise und kann sich über längere Zeiträume erstrecken.